Australien

 
13Juni
2013

Fiji - ein Traum !

An dem Tag, als Michi abflogen ist, ging es für mich dann weiter nach Sydney. Es war eine 12 Stunden-Fahrt mit dem Bus nach Sydney Übernacht. Ich hatte einen Sitz für mich, so konnte ich gut schlafen.

In Sydney wollte ich nur eine Nacht bleiben, denn am nächsten Tag ging mein Flieger auf die Fijis. Ich hatte Glück denn in Sydney war Lichterfestival. So habe ich den Abend an der Darling Harbour gesessen und die superschönen Lichtershows genossen.

Am nächsten Morgen musste ich schon früh raus, denn um 9.00 ging mein Flug auf die Fijis. Wir sind dort nachmittags gelandet. Im Regen. Ich habe gedacht ich spinne. Da fliegt man zur besten Reisezeit auf die Fijis und landet im Regen. Naja, was solls. War ja warmer Regen. Am Flughafen wurden wir von vielen supernetten Fidschianern mit Blümchen in den Haaren empfangen. Das war ein Empfang.

Im Hostel habe ich dann zu Abend gegessen. Dann war der Tag schon was um. Am nächsten Tag sind wir mit mehreren nach Nadi rein, die Hauptstadt der Insel. Dort habe ich dann meinen Trip auf die Yasawas gebucht. Am nächsten Tag ging es los. Vier Nächte auf die nördlichste Insel. Mit der Fähre wurden wir zu unserem Resort gebracht.

Es war mal wieder, ausgesetzt im nirgends. Hier war Entspannung und Relaxen angesagt. Abends nach dem Diner war dann immer eine kleine Tanzstunde und mehrere Competitions, bei dem man kostenlose Getränke gewinnen konnte. Wir hatten superviel Spaß. Die Frauen vom Personal dort haben auch immer mitgetanzt.

Dieses war mein Häuschen.

Mit Blick aufs Meer.

Die Yasawas sind die schönsten Inseln von Fidschi mit superschönen weißen Sandstränden. Das kann ich nur bestätigen. Die Inseln waren traumhaft. Leider hat das Wetter nicht die ganze Zeit mitgespielt. Aber so kam es auch zu einem sehr abenteuerreichen Ausflug, der richtig Fun gebracht hat.

Wir sind zu dritt nach dem Lunch mit dem Wassertaxi zum Schnorcheln in die Blue Lagoon gefahren. An dieser Blue Lagoon wurde im Übrigen auch der Film Blue Lagoon gedreht. Unser Käpt´n hat uns rausgesetzt und sagte, er kommt so in 30-60 Minuten zurück. Er fährt zum Resort. Ok kein Problem. Wir haben ja was zu tun. Nachdem wir dann ca. 10 Minuten geschnorchelt sind, sind wir kurz raus aus dem Wasser und auf einmal war der Himmel innerhalb von Minuten schwarz und es hat geschüttet wie aus Eimern. Und unser Boot war weg. Wir kamen uns vor wie bei Lost. Ausgesetzt auf einer einsamen Insel. Schutz haben wir dann unter viel zu kleinen Palmen gesucht, wirklich Schutz haben wir da jedoch nicht gefunden. Dann kamen zwei nette Typen von der Insel zu uns und haben uns zumindest mal zu einer Stelle gebracht, wo wir ein Dach über dem Kopf hatten. Dort haben wir dann bestimmt ne halbe Stunde gewartet, bis die netten Fidschis ihr Boot geholt hatten um uns zum Resort zu fahren. Direkt auf dem offenen Meer kam dann doch mal unser Boot, keine Ahnung wo es solange war, und wir mussten auf offenem Meer umsteigen. Das war schon witzig. Die Hand konnte man kaum vor Augen sehen, geschweige denn die Inseln oder sonst irgendetwas. Der Regen peitschte auf Körper und Gesicht. Wir konnten uns hier nur noch darauf verlassen, dass unser Käpt´n auch den Weg weiß. Denn wir wussten es nicht und mit guter Sicht war es halt auch nichts. Wir haben dann nach ner halben Stunde unsere Insel erblickt und waren megahappy. Dort sind wir dann im Regen im warmen Meer schwimmen gegangen, bevor wir unsere Abkühlung unter einer kalten Dusche bekommen haben. Es gibt leider nur kaltes Wasser in einigen Lodges und Hostels auf Fiji. War aber nicht so schlimm, weil es draußen auch trotz Regen warm war.

Das Volk ist einfach einmalig. Man kann sagen, sie haben nichts sehr viel, viele sogar fast gar nichts, aber sie sind so fröhlich, nett und scheinen glücklich zu sein, das ist echt unglaublich.

Die Natur ist ebenso traumhaft.

Nachdem ich von den Inseln zurück war, habe ich mir noch zwei Resorts für jeweils zwei Nächte im Süden der Hauptinsel gebucht. Hier war wieder relaxen angesagt. Am vorletzten Tag habe ich dann noch einen Ausflug zu einem Dort gemacht, um zu sehen, wie die Leute hier auf Fiji leben. Wir wurden mit dem Wassertaxi zuerst zu verschiedenen Wasserfällen gebracht die wir uns anschauen konnten, dann stand ein paar Minuten Rafting auf dem Programm. Danach sind wir dann unter einem Wasserfall geschwommen. Das war schon sehr toll. Wir sind dann mit unseren nassen Sachen wieder in unser Boot, war nicht so schlimm, denn es hat die ganze Zeit geregnet und dann gings zum Dort. Dort mussten wir uns längere Sachen anziehen, weil es bei den Fijis nicht erlaubt ist, als Frau schulterfrei zu gehen oder wenn die Knie unbedeckt sind. Wir wurden mit einer Kava-Zeremonie begrüßt. Kava sieht aus wie Dreckswasser und schmeckt auch so. Aber es ist unhöflich, das Zeug nicht zu trinken, daher muss man es gezwungenermaßen machen. Das Zeugs soll, wenn man es in größeren Mengen trinkt, high machen. Ich hatte zum Glück nur nen Schluck in meinem Becher. Es hat widerlich geschmeckt. Danach haben wir getanzt, wie die wilden, hatten aber eine Menge Spaß dabei. Tanz und singen steht bei den Fidschis ganz oben. Deshalb sind sie wahrscheinlich auch so happy. Danach haben wir die Schule besichtigt. Es ist schon erschreckend, wenn man sieht, was wir für einen hohen Lebensstandard in Deutschland haben und das die hier haben. Die Wände in der Schule waren schimmelig, die Stühle waren halb kaputt, das Gebäude in einem renovierungsbedürftigen Zustand. Ganz viele Gebäude im Dort sahen so aus, als ob diese dringend renoviert werden müssten. Der Unterschied zu Europa und Fiji ist so enorm, das ist kaum zu glauben und macht nachdenklich. Wir haben den Kindern dann Kekse mitgebracht und sie haben sich sehr darüber gefreut. Einfach süß wie die kleinen aus ihren großen Augen gucken.

Nach der Schulbesichtigung gab es Lunch. Es gab undefinierbares Zeugs, was aussah wie ausgebrochen. Auch wenn ich hier zu nen ganz guten Esser geworden bin, das konnte ich beim besten Willen nicht essen. Zum Glück gab es auch ein paar Früchte. Auf Fiji wächst ja auch einiges. Kokosnüsse, Ananas, Bananen, Papayas. So wurden wir sehr gut mit frischen Früchten verwöhnt.

Nach dem Lunch jedoch gab es noch eine kleine Verkaufsveranstaltung, die den guten Eindruck, den wir bei der Tour bekommen hatten, etwas überschattet hat. Die Fidschis waren so aufdringlich, sie wollten unbedingt ihren Ramsch verkaufen. Ganz, ganz schlimm. Wir haben schon aus Protest nichts verkauft. Selbst wenn man denen hilft, so zahle ich lieber mehr Geld für eine Tour als dass ich so aufdringlich belästigt werde. Naja alles in allem war es aber trotzdem eine gelungene Tour.

Das war es dann auch, meine Zeit auf Fiji war schon wieder um.

11Juni
2013

Michi und ich in Melbourne

In Melbourne habe ich dann endlich ein bekanntes Gesicht getroffen, denn Michi hat mich besucht. Wir konnten glücklicherweise beide bei guten Freunden von ihm, Ela und Rolf schlafen. Das war supernett und eine sehr schöne Zeit. Ela, Michi und ich haben die meiste Zeit etwas gemacht, denn Rolf musste auch arbeiten. Wir haben viele schöne Dinge in und um Melbourne herum gemacht. Es war eine tolle Zeit.

 

11Juni
2013

Mein Job in Warrnambool

Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen von Susanne. Ich bin nach Warrnambool gefahren, wo ich die nächsten Wochen arbeiten wollte und Susanne ist nach Lorne gefahren. Sie hat dort durch einen Zufall einen Job gefunden. Das war echt super. Nach einer superschönen, ereignisreichen und tollen Zeit haben wir uns dann in Melbourne an der Zugstation getrennt.

In Warrnambool wurde ich dann von Jenny, die hat ebenfalls auf der Farm gearbeitet, abgeholt und wir sind zur Farm gefahren. Da stand ich nun. Irgendwo im Nichts. Warrnambool und das Meer war eine halbe Stunde entfernt.

Die Farm ist eine Dairy, mit 1200 Milchkühen. Mutter und Tochter haben den Dressursport als Hobby und besitzen 14 Pferde. Ich war für die Pferde zuständig. Der Job bestand aus Füttern, Pferde raus- und reinbringen, Ställe misten, manchmal reiten und alles was so dazugehört. Der Job war ok, jedoch definitiv nichts für immer. Ich habe den Job dann fünf Wochen gemacht und dann ging es weiter nach Melbourne.

09Juni
2013

Die Great Ocean Road im Campervan

Morgens ging es dann zum Flughafen nach Adelaide und mit dem Flieger weiter Richtung Melbourne. Dort mussten wir uns erstmal durchfragen, wo denn die Station ist, an der wir unseren Campercan abholen können. Das war gar nicht so einfach. Als wir den Wagen endlich hatten, mussten wir aus Melbourne herauskommen. Eine weitere große Herausforderung. Wir mussten vom Osten komplett Richtung Westen. Dazu kam dann noch der Linksverkehr und die mehrspurigen Straßen. Außerdem hatte Susanne ein Jobinterview direkt in der City. Also sind wir dann da auch noch vorbei. Alles nicht so einfach, doch wir haben es geschafft und sind nach einigen Stunden dann endlich aus Melbourne rausgekommen.

Unser Camper war der Hammer. Es war alles vorhanden, Bett, Decken, Küche, Gasherd und Kühlschrank. Perfekt für die nächsten Tage an der Great Ocean Road.

Auf dem Weg raus aus Melbourne haben wir erstmal eingekauft, denn wir mussten uns ja in unserem Camper die nächsten Tage selbst versorgen

Dann ging es endlich los. Wir sind einige Kilometer durchs Inland gefahren und haben dann, als es dunkel wurde, einen kostenlosen Campingplatz angesteuert. Zuerst hieß es dann den Innenraum unseres Wagens zu einem Bett umzubauen. Wir mussten die Zeit nutzen, in der es noch hell war. Denn Lichter waren auf dem Campingplatz nicht vorhanden.

Neben unserem Camper hatte eine dreiköpfige Familie ihre Zelte aufgeschlagen. Eine sehr interessante und einfache Familie. Und sehr dreckig. Aber sie haben ihr Leben in der Natur genossen und waren zufrieden.

Die Stunden zusammen am See waren sehr nett. Dann haben wir unser Nachquartier bezogen. Nun war es soweit. Die erste Nacht im Camper. Wir zwei haben erstaunlich gut geschlafen. Susanne hatte zwar nachts mal das Gefühl, dass jemand mit der Taschenlampe versucht hat, in unserem Wagen zu leuchten, aber ich habe davon nichts mit bekommen. Ich habe so gut geschlafen wir schon lange nicht mehr.

Morgens haben wir dann erst gefrühstückt und uns dann auf den Weg gemacht, irgendwo duschen zu können. Denn die kostenlosen Campingplätze haben leider keine Duschen. Mit viel Glück sind gute Toiletten vorhanden. Wir haben dann auch schnell einen Campingplatz gefunden, auf dem Duschen vorhanden waren. Eigentlich wollten wir kostenlos duschen, doch da saß so eine nette ältere Dame, die uns höflich darauf hingewiesen hat, dass man ja nicht umsonst duschen dürfe, sondern dafür 5 Dollar zahlen muss. Danke, manche Leute können auch echt einfach mal die Klappe halten. Naja, wir haben dann eine Angestellte dort gefunden und sie hat uns dann für weniger Geld dort duschen lassen.

Nach der Dusche gings dann weiter Richtung Westen, zum Anfang der Great Ocean Road. Wir hatten traumhaftes Wetter und die Fahrt direkt am Meer war einfach gigantisch. Zwischendurch haben wir dann immer mal wieder gestoppt und die Aussicht genossen. Es war traumhaft.

Dann hieß es abends wieder Campingplatz suchen. Wir hatten zum Glück eine Karte bekommen mit kostenlosen Campingplätzen. Unser Zielort für die nächste Nacht hieß dann Johanna Beach. Auf der Hauptstraße sind wir irgendwie zu  früh abgebogen, so dass unser Weg über einen Feldweg geführt hat. Der Feldweg wurde, je weiter wir Richtung Meer kamen, immer holpriger und steiniger. Nach etlichen Kilometern haben wir dann glücklicherweise den Campingplatz gefunden. Dieser war direkt am Meer. Sehr schön, aber auch arschkalt. Abends haben wir dann lecker Essen gekocht und dick eingepackt draußen gesessen. Wie richtige Camper.

Am nächsten Morgen gings dann weiter an etlichen touristischen Stellen vorbei, Richtung Lorne. Ein kleines Städtchen direkt am Meer. Für all diejenigen, die meine Geschichte mit dem Zehbruch kennen, hier in Lorne ist das Bild entstanden, was ich versucht habe vor 1,5 Jahren aufzuhängen. Eine nette kleine Seebrücke….

In Lorne wollten wir dann auch übernachten. Der kostenlose Campingplatz war dann jedoch Mitten im Nichts, ohne Toiletten und andere Leute. Hier wollten wir nicht bleiben. Sind wir auch nicht. Denn es gab zum Glück noch einen anderen Campingplatz in Lorne. Dieser war jedoch nicht so einfach zu finden und es war auch schon dunkel. Grundsätzlich nicht schlimm, jedoch muss man hier immer damit rechnen, dass irgendein Tier vors Auto springt, wenn es dunkel ist. Sind dann mit ca. 30 durch einen Berg getuckert, weil wir das Auto nicht beschädigen wollten. Denn hier hat man nachts auch keinen Versicherungsschutz, wenn man einen Unfall mit nem Tier hat. Wir sind glücklicherweise nach ner halben Stunde angekommen und waren auch nicht die einzigen auf dem Campingplatz. Die Toiletten waren der einzige Horror. Naja, mussten wir durch. Auch nachts....wir hatten jedes Mal das Gefühl, dass wir von Tieren verfolgt werden. Das war echt gruselig und nicht sehr angenehm. Aber im Nachhinein betrachtet auch irgendwie witzig.

Die Umgebung hier war auf jeden Fall superschön.

Am nächsten Tag sind wir dann wach geworden und es hat geregnet. Das war jedoch gar nicht schlimm, denn wir waren eh in Richtung Melbourne unterwegs, weil wir dort das Auto am nächsten Tag wieder abgeben mussten. So haben wir uns nur noch ein paar Sachen unterwegs angeguckt und dann war es auch gut. Die schönsten Stellen an der Great Ocean Road konnten wir in der Sonne genießen. Die Great Ocean Road war definitiv eines der Highlights meiner Tour. Einfach traumhaft.

Abends in Melbourne stand dann noch eine Herausforderung auf dem Programm. Nicht nur, dass wir ziemlich spät in Melbourne angekommen sind, nein wir mussten auch noch einen Platz suchen, wo wir die Nacht mit dem Campervan stehen konnten, denn öffentlich war ja nicht. Nachts schlafen im Auto ist hier sehr teuer.

So sind wir durch die Straßen von Melbourne getuckert, in der Hoffnung, irgendwo nen Innenhof oder Firmengelände zu finden, wo wir nächtigen können. Nachdem wir dann auch bei zwei Häusern angefragt hatten, hat es dann beim dritten geklappt. Ein Inhaber einer Firma war so nett und hat uns und unserem grünen Minicamper Asyl gewährt. Wir haben sogar die Zugangsdaten fürs Internet bekommen. Sehr zuvorkommen. Da standen wir nun mitten im Wohngebiet und haben uns erstmal unser Essen zubereitet. Wir hatten echt Spaß. Geschlafen haben wir hier auch sehr gut.

22Mai
2013

Kangaroo Island und die Seelöwen

Wir hatten dann in Adelaide noch entspannte 1,5 Tage, bevor unsere Tour nach Kangaroo Island losging.

Ne genaue Vorstellung, was uns dort erwartet, hatten wir nicht. Aber es sollte gut sein, hat man uns erzählt. Das muss man hier gesehen haben. Wir voller Vorfreude morgens zum Bus, mit dem Bus zur Fähre und dann rüber auf die Insel. Dort wurden wir von unserem netten Guide begrüßt. Unsere Gruppe war sehr gemischt. Es waren 20 Personen, darunter ein älteres Ehepaar und ein jüngerer Typ. Sonst nur Frauen.

Nach einer kurzen Begrüßung war unser erster Stopp eine Schafsfarm. Uns wurde dort etwas über die Erziehung von Hunden erzählt, die eine große Hilfe darstellen, wenn man die Schafsherde irgendwo hintreibt und im Anschluss wurde ein Schaf geschoren. Das sah echt witzig aus. Als die Wolle ab war, hatte man das Gefühl, das Schaf kann sich erst jetzt wieder bewegen.

Mittags gabs dann schön am Meer Lunch. Die Aussicht war super.

Nachmittags sind wir auf eine Eukalyptus-Farm gefahren. Zu dieser Zeit hatten wir irgendwie den Eindruck, die Tour ist eine Verkaufsveranstaltung. War sie zum Glück nicht, denn nach der Eukalyptusfarm sind wir dann zu den Seelöwen gefahren. Geile Tiere. Wir haben dann die Seelöwen beim Spielen, Schlafen und Schwimmen eine lange Zeit beobachtet und hatten dabei eine Menge Spaß.

Danach gings zum Sandboarden. War nicht so spektakulär wie auf Moreton Island, deshalb habe ich das auch gelassen. Ich wollte nicht schon wieder in jeder Körperöffnung etliche Sandkörner finden. Aber zugucken war auch witzig.

Nach dem Boarden ging es dann ins Hostel. Das Hostel war ein Traum. Super Zimmer, eine Küche mit riesen Geschirrspüler und ein gemütlicher Aufenthaltsraum. Ganz anders als wir es sonst gewohnt waren.

Wir haben dann abends noch ein bischen Zeit für uns gehabt, die wir für einen Beachwalk genutzt haben.

Als wir zurück waren hat uns unser Guide mit einem schönen australischen Barbecue verwöhnt. Nach dem Essen ist nicht mehr viel passiert, denn wir waren alle fertig vom Tag uns sind früh schlafen gegangen.

Am nächsten Morgen hat uns unser Guide die australische Form der Briefkästen gezeigt. Sehr kreativ das australische Volk.

Danach gings auf die Koala-Farm. Auf dem Weg dorthin haben wir schon eine ganze Menge Wallabys und Kängurus gesehen. Dann sind wir durch die Baumreihen gelaufen und haben die Koalas gesucht und etliche gefunden.

Auf Kangaroo Island gibt es eine Felsbrockenformation direkt am Meer. Das war dann unsere nächste Station. Dort haben wir eine Menge schöner Fotos gemacht.

Danach wurden uns dann die neuseeländischen Seelöwen, die sowohl in Neuseeland als auch in Australien leben, gezeigt. Diese Tiere sind dunkler als die australischen und sehr viel lebendiger. Sie tobten miteinander im Wasser oder an Land oder die Babys spielten zusammen. Ein paar faule lagen einfach nur auf den Steinen rum.

Nun gab es noch einmal Lunch und dann war die Tour auch schon fast wieder vorbei. Nicht nur, dass ich eh noch nicht wieder richtig fit war, auch habe ich wohl was von dem Essen nicht vertragen, was dann zu heftigen Magenschmerzen geführt hat. Das war dann beim Busfahren richtig ätzend. Ich musste mich richtig zusammenreißen, dass das Mittagessen nicht wieder oben raus kommt. So konnte ich leider die letzten paar Stunden nicht mehr genießen.

Nachdem das Mittagsessen dann abends doch wieder hoch gekommen ist und raus war, gings mir zum Glück besser. So war die Fahrt mit der Fähre halbwegs erträglich.

Wir waren dann abends um halb elf im Hostel. Dann hieß es noch Kofferpacken, da unser Flug am nächsten Morgen schon um halb acht ging. Das war sehr nervig. Aber es war nicht schlimm, denn am nächsten Tag stand die Great Ocean Road auf dem Programm.

09Mai
2013

Adelaide und das Delfinschwimmen bei 13 Grad

Am nächsten Morgen haben wir uns unsere Koffer geschleppt und sind mal wieder zum Flughafen. Es dauerte auch nicht lange und wir sind in Richtung Adelaide gestartet.

In Adelaide angekommen, mussten wir erstmal schauen, wie wir zum Hostel kommen. Auf der Karte sah der Weg nicht so weit entfernt aus, weshalb wir dachten, wir können ja laufen mit unseren Taschen, Koffern und was wir sonst noch zu haben. Wir müssen ja Geld sparen. Wir wurden dann jedoch eines besseren belehrt, als uns eine nette Dame vom Service sagte, also laufen ist nicht. Ihr geht ca. eine Stunde. Ok, dann haben wir uns das auch schnell nochmal anders überlegt und auf den Bus gewartet.

Nach einer geschlagenen Stunde kam dieser dann auch und dann einer gefühlten weiteren Stunde sind wir dann abends irgendwann im Hostel angekommen. Unser Zimmer war wirklich super, auch die Mädels waren echt nett. Und das Bett erst. Das erste Hostel, in dem wir keine Hochbetten hatten. Herrlich. Wir konnten also alle in normaler Höhe schlafen. Das hatte was.

Für den nächsten Tag stand dann das Delfinschwimmen auf dem Programm. Wir hatten uns echt drauf gefreut und waren schon ganz gespannt wie es sein würde. Zuerst kann man sagen…. Es war arschkalt. 13 Grad morgens, dazu Wind und dann gings raus aufs offene Meer. Vorher hat uns der nette Mitarbeiter dieses Bootes noch nasse Anzüge gegeben, die wir doch bitte schon mal gleich anziehen sollten. Oje, und das mit meiner Erkältung morgens um halb acht. Ich habe erst noch eine Weile mit dem Umziehen  gewartet, aber dann musste auch ich. Denn wenn die Delfine da sind, müssen wir ja direkt ins Wasser. Die warten nicht, bis man dann umgezogen ist.

Nun gut, es gab eine Einweisung und dann waren wir bereit. Wir sind eine Weile hin- und hergefahren, bis einer der Mitarbeiter rief, Swimmer ready, go into the water, go into the water…. Alle sind aufgesprungen, ins Wasser gesprungen, dann haben wir an Leinen gehangen und haben darauf gewartet, bis die Delfine kamen. Das alles musste sehr, sehr schnell gehen.

Ich hatte dann Glück, es ist ein Delfin neben und einer unter mir her geschwommen. Das war schon ein schönes, einmaliges Gefühl. Aber wenn es so arschkalt ist, muss man es auch nicht haben. Der Spaßfaktor war bei der Kälte gleich null.

Das Spiel raus und rein ins Wasser wiederholte sich dann ein paar Mal. Immer wenn ein Delfin in Sicht war, mussten wir ins Wasser jumpen.

Letztlich kann man dazu sagen, es war einfach nur arschkalt. Deswegen hat diese Tour auch echt keinen Spaß gemacht. Das Gefühl, den Delfinen so nah zu sein, hat die Kälte nicht ausgeglichen. Einmalig war es trotzdem.

Nach der Tour mussten wir uns erstmal aufwärmen. An dem Tag war nicht mehr wirklich viel mit uns los.

Am nächsten Tag war großes Einkaufen in Adelaide angesagt, denn ich brauche noch lange Sachen für den anstehenden Winter hier. 20 Grad können schon ganz schön kalt sein. Abends haben wir den Tag beim Sonnenuntergang ausklingen lassen.

 

22April
2013

Uluru, Kings Canyon und die drei Schwestern

Am nächsten Morgen gings dann zum Flughafen und nach Alice Springs. Wir wurden von einer Horde Fliegen begrüßt. Ganz schlimm und ekelig. Der Shuttle hat uns dann zu unserem Hostel, eine richtige Absteige, gebracht. Naja, ist nur eine Nacht…..Wir hatten eine netten Deutschen und einen alten Australier auf unserem Zimmer. Der sollte uns dann die Nacht mit seiner Schnarcherei ein wenig versüßen. Aber zum Glück haben wir Ohrenstöpsel. Die haben uns schon in der ein oder anderen Nacht gerettet.

Am nächsten Morgen wurden wir dann um 5.45 abgeholt, da wir eine 3tätige Tour ins Outback zum Ayers Rock und zum Kings Canyon gebucht hatten.

Unser Guide teilte uns mit, dass wir in den nächsten drei Tagen 1500 Kilometer fahren würden. Puh, ganz schön viel für drei Tage, aber nun gut, wir wollten es ja so…. Als erstes haben wir eine Kamelfarm angefahren. Es bestand die Möglichkeit, auf Kamelen zu reiten.

Wir haben es leider nicht gemacht, da wir dummerweise nur ein bischen Bargeld eingesteckt haben und dachten, wir sind ja im Outback, da gibt’s eh nichts, was wir kaufen können. Auch die Kreditkarte ließen wir im Hostel. Unser Geld musste dann für die nächsten drei Tage ausreichen, weshalb das Kamelreiten nicht drin war. Schade eigentlich, wäre bestimmt echt witzig gewesen, auf den Viechern zu reiten.

 

Danach sind wir dann eine ganze Weile gefahren, bis wir am Kings Canyon angekommen waren.Dieser steinige Weg war dann also unser Weg....

Die Fliegen hier waren einfach schrecklich. Das ist der Grund, warum hier alle mit so hässlichen Netzen raumlaufen.

Hier haben wir einen 6 Kilometer Walk durch und über den Kings Canyon gemacht. Die Aussichten waren traumhaft. Leider machte mir meine Erkältung auch hier noch schwer zu schaffen, so dass der Weg rauf auf den Berg doch teilweise echt hart und anstrengend war. Aber dafür wurde ich mit den tollen Aussichten belohnt.

Danach gings in unser Camp zum Abendessen.

Die Nacht haben wir im Swag verbracht.

Man ist vor allem geschützt und kann trotzdem die Sterne sehen. Das war wirklich traumhaft und einmalig. Wunderschön. Ich hatte es mir echt schlimm vorgestellt, mit dicker Erkältung in so einem Teil draußen so schlafen. Doch es war echt super. Schön warm und gemütlich.

Am nächsten Morgen war dann nach dem Frühstück Eiersuchen angesagt, denn es war ja Ostern. So waren wir an diesem Tage alle nochmal im Kindesalter angekommen. Dann ging es los zum Ayers Rock.

Wir haben zuerst das Kulturzentrum besucht und ein wenig über die Geschichte des Ayers Rock und der Aborigines gelernt. Danach sind wir dann ca. 10 Kilometer um den Ayers Rock herum gelaufen und konnten diesen in seiner ganzen Größe und Farbe bestaunen. Wirklich sehr beeindruckend. Obwohl es nur ein großer Stein ist.

Abends haben wir uns den Sonnenuntergang angesehen. Leider war es an diesem Abend ein wenig bewölkt, so dass wir nicht die optimalsten Bedingungen hatten aber es war trotzdem toll, wie hinter diesem großen Klotz die Sonne untergeht und der Berg langsam in der Dunkelheit versinkt.

 

Nach dem Sonnenuntergang haben wir dann australisches Barbecue gemacht. Es gab Kamel, Känguru und Rind. Naja, jetzt nicht so das Essen was ich sonst so zu mir nehme aber eine Wahl hatte ich ja auch nicht. Also wurde einfach mal alles probiert. Ich muss sagen, auch wenn Kängurus wirklich niedlich sind, die schmecken zu dem auch sehr gut. Kamel war nicht so meins. Und Rind sowieso nicht.

Am nächsten Morgen sind wir um 4.45 aufgestanden, da wir den Sonnenaufgang sehen wollten. Oh Mann, was für eine Zeit, aber was macht man hier nicht alles….Um viertel vor sieben ist dann die Sonne aufgegangen. Der Himmel zeigte sich mit seinen schönsten Farben, wir wurden für das frühe Aufstehen definitiv belohnt.

Nach dem Sonnenaufgang sind wir dann zum Kata TJuta gefahren. Eine weitere Felsformation, die sich zu besichtigen lohnt. Hier haben wir dann ebenfalls einen 5 Kilometer-Walk gemacht.

Wir sind dann nochmal zurück zu unserem Camp, um Lunch zu uns zu nehmen und haben uns dann auf die Rückfahrt gemacht. Wir mussten noch ca. 400 Kilometer zurück nach Alice Springs fahren. Auf der Rückfahrt haben wir dann noch ein paar Wildpferde und ein komisches anderes Stacheltier gesehen.

Abends so gegen sechs waren wir dann zurück. Das war dann auch spät genug, da Susanne und ich am nächsten Tag nach Adelaide fliegen wollten und wieder früh aufstehen mussten. In dieser Nacht haben wir nochmal in unserer Absteige übernachtet…. Denn günstig war es. Hat umgerechnet nur 17 Euro die Nacht gekostet. Langsam ist es hier wirklich wichtig, aufs Geld zu schauen. Denn das geht weg wie nichts.

Der Trip zum Ayers Rock war einer meiner besten hier in Australien. Die Tour war super, unsere Guides ebenfalls und das was wir gesehen haben einfach traumhaft schön.

22April
2013

Die letzten Tage an der Ostküste

Nach der schönen Zeit in Byron Bay ging es dann auf nach Coffs Harbour. Ich muss zugeben, meine Erwartungen waren schon hoch, da wir im Vorfeld von mehreren gehört haben, dass es dort sehr schön sein soll.

Aber erstmal stand die Busfahrt mit dem Greyhound an. Es hat alles reibungslos funktioniert, jedoch tauchten an der letzten Haltestelle Probleme auf. Der Bus war kaputt. Also hieß es warten. Ein neuer Bus musste her. Nach gut zwei Stunden war dieser dann endlich da, so dass es weitergehen konnte.

Nachdem wir dann endlich angekommen und an der Bushaltestelle abgeholt wurden, hat uns dann der nette Manager der Hostels zur Aussichtsplattform gebracht. Hier war die Aussicht auf Coffs Harbour wirklich sehr schön und wir waren voller guter Dinge, als wir uns dann aufgemacht hatten in Richtung „Stadt“.

Eine Stadt war es nicht wirklich, wohl eher nur ein Aldi, McDonalds und ein paar andere Shops. Hm, das kann es wohl nicht sein. Also haben wir weiter gesucht, ob wir denn auch mal die City mit Shops, Bars und Cafes finden. Wir fanden nichts dergleichen. Stattdessen haben wir uns im stockfinsteren Industriegebiet spät abends wiedergefunden. Glücklicherweise hat uns das Handy den Weg gezeigt, so dass wir dort nach einer gefühlten halben Stunde wieder rauswaren. City war also nicht. Wir waren schon ein froh, als wir dann nach längerem Suchen wieder im Hostel angekommen waren. Dann stand uns nur noch Ankommen im Zimmer und die Nacht bevor.

Wir hatten so ne komische ältere Dame in unserem Zimmer, die komplett in Bad und Spülbecken ihre langen, schwarzen Haare verteilt hatte. Klasse, da freut man sich doch gleich. Aber, man ist ja mittlerweile auch schon ein bischen abgehärtet. Auch als sie dann nachts wirklich laut geschnarcht hat, hat man einfach zu den Ohrstöpseln gegriffen, denn man hat ja nen 6er Zimmer gebucht und kann nicht alles haben. Als sie dann aber morgens um sechs eine viertel Stunde lang nicht in der Lage war, ihren Wecker auszustellen, ist das Fass dann auch übergelaufen. Ich wäre fast ausgerastet. Habe ich ihr dann auch laut mitgeteilt. Nachdem sie sich dann aber erst nochmal ganz gemütlich ins Bett gelegt hat, ist sie dann irgendwann nach gefühlten fünfmaligen nochmal Klingeln des Weckers aufgestanden. Ich hätte ihr am liebsten den Hals umgedreht.

Für Susanne und mich war das dann am nächsten Tag Grund genug, an der Rezeption zu fragen, ob wir das Zimmer tauschen können. Und es hat sogar geklappt. Wir kamen in ein Zimmer mit nur einem Chinesen. Ach war das herrlich. Man hat ihn fast nicht gesehen und gehört schon mal gar nicht. Das war super. Für mich war guter Schlaf zu dieser Zeit auch besonders wichtig, da ich mir eine dicke Erkältung zugezogen hatte. Und es standen eine Menge Touren an, da musste ich schnell fit werden.

Den vorletzten Tag in Coffs Harbour haben wir mit nem Beachwalk verbracht, denn es war ja nicht wirklich viel zu tun dort.

Am letzten Tag mussten wir dann frühmorgens auschecken, obwohl unser Bus erst in der Nacht um halb eins gehen sollte. Wir wollten ja Geld sparen, also hielten wir uns den ganzen Tag auf dem Hostelgelände auf, haben nochmal Wäsche gewaschen und die Zeit einfach irgendwie totgeschlagen. Sehr, sehr ätzend. Und besser ging es mir leider auch nicht. Abends gings dann endlich zur Bushaltestelle. Unser Bus war voll besetzt mit besoffenen Australiern. Na toll, auch das noch. Zum Glück haben die uns halbwegs in Ruhe gelassen. An der Bushaltestelle mussten wir dann weitere vier Stunden warten, da der Bus auch noch Verspätung hatte. Ich habe zwischenzeitlich mal auf meinem Koffer nen kleines Nickerchen gemacht.

Die Busfahrt nach Sydney hat dann ca. 10 Stunden gedauert. Leider hatte jeder nur einen Platz für sich im Bus, was das Schlafen dann auch noch erschwert hat. Also sind wir am nächsten Morgen todmüde in Sydney angekommen. Dieser Tag war aber auch nicht wichtig, da es am nächsten Tag morgens schon mit dem Flieger nach Alice Springs gehen sollte. Also haben wir einfach an der Darling Harbour ein bisschen Sightseeing gemacht und Kaffee getrunken.

03April
2013

Noosa, Brisbane und noch ein bischen mehr

Die letzten zwei Wochen habe ich eine Menge unterschiedliche Citys gesehen.  Erst ging es nach Noosa. Ein schönes kleines Örtchen, mit einer netten Strandpromenade. War auf jeden Fall eine Reise wert.

 

Danach ging es dann nach Brisbane. Ich hatte ein schönes kleines Familienhostel mit nur 50 Betten gebucht. Dort angekommen habe ich erst einmal einen Schreck bekommen. Über 90 % Asiaten. Nachdem sich dann auch noch herausgestellt hat, dass das Viererzimmer, dass ich eigentlich bekommen sollte, überbucht war, war mein Glück dann jedoch perfekt. Ich kam mit einem netten, putzigen Asiaten in ein Zimmer zu einem spotbilligen Preis. Was will man mehr. War echt nen cooler Typ. Ich musste ihm jedoch erstmal erklären, dass man so ein Zimmer auch zwischendurch mal lüften muss. Danach hatte es dann auch mit der Frischluft im Zimmer gestimmt.

Ansonsten hatte ich dort mit den Asiaten ne Menge Spaß. Ein absolut freundliches, hilfsbereites und nettes Völkchen. Das hätte ich vorher nicht gedacht. Der Aufenthalt in dem Hostel war bisher mein bester Aufenthalt hier. Mit Händen und Füssen haben wir uns teilweise unterhalten. Wirklich sehr witzig.

Paul, der Manager des Hostels war dann an einem Tag so nett und hat mit Sanne und mir einen Ausflug an einen Lockout-Punkt gemacht, von dem man ganz Brisbane aus sehen konnte.

 

Da in ihm ein Hobbyfotograf verloren gegangen ist, hat er auch viele andere coole Fotos von uns gemacht.

   

Von Brisbane aus habe ich noch einen Tagesausflug nach Moreton Island gemacht. Dort waren wir sandboarden. Megageil. War echt der absolute Hammer. Wir sind eine hohe Sanddüne herauf gestiegen, wobei das echt richtig anstrengend war, haben uns auf unser Board gelegt und sind runter gesaust. 

 

Nach Brisbane gings dann nach Surfers Paradise, der Ort, in dem ich mit Franzi im Januar schon war. Ich muss jedoch jetzt sagen, im Januar war der Ort viel schöner. Beim letzten Besuch waren nur Baustellen zu sehen. Angefangen von den Straßen bis hin zum Strand. Ich war also nur zwei Nächte dort und bin dann weiter nach Byron bay.

Von Byron Bay haben wir im Vorfeld bereits eine Menge gehört. Es ist ein Hippieort an der Ostküste, in dem ein Großteil der Menschen immer barfuß läuft und in dem öffentlich auf der Straße gekifft wird. Warum auch nicht ?! Ein sehr lustiges Völkchen dort.

Wir haben uns dort auf jeden Fall sehr gut amüsiert und haben eine Menge Menschen wiedergetroffen, die wir in anderen Orten an der Ostküste auch getroffen haben. Sehr witzig. Hier trifft man alle wieder weil alle die gleiche Route haben.

Mit einer Gruppe von 10 Personen haben wir am Strand ein Barbecue gemacht. Sehr, sehr cool. Hier in Australien gibt es in jedem Ort öffentliche Barbecues, wo man sein Fleisch und was man sonst noch so haben möchte, grillen und dann gemütlich am Strand essen kann. Dazu gabs natürlich auch noch nen paar leckere alkoholische Getränke. Wir hatten eine Menge Spaß. Danach wurde die Disco gerockt.

Am nächsten Tag gings dann rauf zum Leuchtturm und zum östlichsten Punkt Australiens. Der Weg dorthin war nicht der leichteste, weil der Tag, den wir ausgesucht hatten, irgendwie deutlich schwüler war als die letzten. Aber was solls, man kann ja auch nicht alles haben. Die Aussicht war einfach traumhaft.

Abends haben wir dann noch Abschied genommen von den drei Jungs, die wir bereits auf dem Whitsundays-Boat kennengelernt haben.

Jetzt reisen Susanne und ich wieder zusammen weiter. Wir haben noch einige Touren gebucht und sind gespannt, was uns noch alles so erwartet.

Wir sind jedoch auch voller Vorfreude auf die Zeit in Melbourne und Umgebung, wo wir dann arbeiten werden. Kaum vorstellbar, aber dauerhaft nur reisen ist auch nicht immer nur toll. Man sieht zwar ne Menge und trifft neue, nette Menschen, jedoch ist das ständige Kofferpacken und umziehen in ein neues Hostel auch dauerhaft echt nervig.

17März
2013

Die Whitsundays - aufgrund der Crew fast schon zu viel Abenteuer

 

Am nächsten Tag ging es dann morgens Richtung Anleger, wo wir unsere Bleibe für die nächsten zwei Tage vorfinden sollten.

Zwei Personen aus der Crew, die aus insgesamt drei Personen bestand, begrüßten uns nett, teilten uns mit, dass wir alles, wie z. B. Bier, Wein, Schoki oder Reisetabletten, war wir so brauchen, im Vorfeld zu völlig überteuerten Preisen kaufen sollten, weil es auf dem Schiff nichts gibt. Danach ging es dann auf unser Traumschiff. Naja, machte nicht den bequemsten Eindruck, aber wir wollten ja auch nur zwei Tage dort verweilen.

Nach einer kurzen Einführung, durch die beiden Crewmitglieder, sprach dann der Kapitän des Schiffes zu uns und teilte uns mit, welche Stationen wir denn wohl so in den nächsten zwei Tagen ansteuern und was uns erwartet. Dabei hat er immer mal an seiner Dose Bier genippt. Hat gleich einen sicheren Eindruck vermittelt. Auch waren die anderen beiden Crewmitglieder beim Bierkonsum nicht unbedingt vorsichtig. Das ging soweit, dass einer von denen am ersten Abend voll betrunken war. Da hat man sich allen Ernstes gefragt, was die wohl machen, wenn etwas passiert. Aber wir waren halt auf unserem Schiffchen und konnten nicht weg.

Glücklicherweise hatten wir mit den Mitreisenden richtig Glück. Es war eine echt coole Truppe, mit der Susanne und ich viel Spaß  hatten. Unser Partyboat halt. Einzig die schlechte Crew hat den Spaßfaktor gesenkt, weil wir uns alle über die Crew geärgert haben.

Am nächsten Morgen ging es dann zum Whitehavenbeach, einem der schönsten Strände der Welt. Auf dem Weg dorthin war sehr starker Wellengang, wovon mir megaschlecht geworden ist. Ich war froh, als wir endlich dort waren.

Nachdem wir dann vom Crewmitglied vor einem Busch rausgelassen wurden, er uns sagte, wir müssen einfach durch den Busch laufen, sind wir dann mal losmarschiert. Nur mal so nebenbei bemerkt, alle anderen Touris wurden von ihrem Guide begleitet, nur unser unprofessionelles Familienunternehmen hat das nicht für nötig gehalten.

Am Whithavenbeach haben wir uns dann gefragt, ob wir auch wirklich am richtigen Strand sind…. Sah schon auf der Landkarte etwas anders aus, als das was unseren Augen geboten wurde. Da kam auch schon der Käpt´n um die Ecke, immerhin hat er sich die Ehre gegeben, mal an den Ort zu gehen wo sich die Menschen aufhalten, für die er Verantwortung trägt, und ich bin schnurrstracks zu ihm in um ihn zu fragen, ob wir wirklich richtig sind…. Als Antwort kam dann: Oh, we are on the wrong beach. Ich teilte ihm auf Englisch mit, dass wir das ja nicht wüssten, nur auf der Karte sieht´s halt anders aus. Dann kam nochmal…. Oh, we are on the wrong Beach…. Ich habe gedacht ich raste aus. Nicht nur dass die Crew absolut unprofessionell war, da wollten die einen auch noch verarschen. Ich habe mich umgedreht und bin gegangen.

Haben uns dann aber unseren Spaß nicht verderben lassen und haben noch etliche Bilder gemacht, bevor wir dann wieder aufs Boot sind. Besonders der Pyramidenbau war megawitzig.

Nachmittags gings dann schnorcheln. Die Ausrüstung ließ schon sehr zu Wünschen übrig. Schimmelige Paddelfüsse, abgefressene Schnorchel und kaputte Anzüge. Da kam Freude auf. Das Schnorcheln war dann ganz ok, aber längst nicht so schön wie am Great Barrier Reef in Cairns.

Am Abend haben wir dann den superschönen Sonnenuntergang genießen können und sogar noch ein paar Delfine gesehen.

   

Schön war es auch jedes Mal, wenn es Essen für uns gab oder das Essen zubereitet wurde. Vor dem Essen wurde erstmal eine selbstgedrehte Zigarette geraucht, die beiden Crewmitglieder haben im Übrigen fast den ganzen Tag geraucht, und dann wurden die Salate angerichtet. Da wurde das ganze Dosenfutter in eine Schüssel geklatscht und die Crewmitglieder haben dann schonmal im Vorfeld aus der großen Schüssel genascht. Mit den Händen natürlich. Ist ja nicht so schlimm, wenn die mit ihren Dreckfingern in den Salat pantschen, der nachher für alle ist….;-)

Was das Essen betraf galt auf dem Schiff die Devise, die Crew nimmt sich zuerst, erst dann kommt der Rest. Schon fast unverschämt…. Aber nen paar Abstriche muss man ja machen. Sonst wär das Leben einfach zu geil hier. An das ein oder andere muss man sich einfach gewöhnen.

Am Abend wurden dann Trinkspiele gespielt. Mehr für die jüngeren der Gruppe, aber zugucken war auch lustig. Einer aus der Gruppe hat sich mit Gun mehr als abgeschossen, dass er nachts die ganze Toilette voll gebrochen hat. Nein, er hat nicht die Schüssel getroffen, er hat sämtliche Wände und den Boden getroffen, die Schüssel blieb natürlich sauber. Das hat ein Crewmitglied so sauer gemacht, dass er promt mit zwei Eimern Wasser angekommen ist, die der Typ dann über den Kopf bekommen hat.  Danach wurde er dann nach oben verfrachtet, mehr grob als behutsam, und ihm wurde gesagt, dass er heute draußen schläft. Klatschnass, ohne Aufsicht, vollstramm. Naja, wenn schon unprofessionell dann richtig. Da kann man dann auch mal einfach einen 19jährigen oben auf dem Schiff, total besoffen, liegen lassen. Ist ja nicht so schlimm, wenn einer über Board geht….Zum Glück haben zwei Holländer ihm sein Handtuch besorgt, so dass er zumindest etwas gewärmt wird. Denn nachts war es nicht wirklich warm. Nachher hat er sich dann in sein Bett geschlichen, um wenigstens ein wenig drinnen schlafen zu können. Was die Crew da abgezogen hat, war echt der Hammer. Ein Crewmitglied füllt ihn ab und der nächste flippt aus, als er gebrochen hat. Ohne Worte.

Am nächsten Morgen war ich leider wieder seekrank. Auch wenn es landschaftlich und von den Stränden eine Hammertour war, so waren doch alle froh, als wir wieder festen Boden unter den Füssen hatten, da diese Crew ihren Job nicht so ausgeübt hat, wie es sein sollte.

Abends haben wir den Abend dann noch mit einigen Leuten unseres Partyboots ausklingen lassen.

Am nächsten Tag ging es abends mit dem Nachtbus nach Agnes Water. Hier ist auch der Town of 1770, die Stelle die James Cook entdeckt hat.

Das Hostel war schon sehr abenteuerlich, aber auch richtig cool. Sogar eine Schlange hat an unserem kleinen Garten Sit-in teilgenommen

Am Tag der Anreise war chillen am Meer angesagt. Am zweiten Tag waren wir dann mit einer größeren Gruppe surfen. Der Surfkurs war spotbillig und so hat man es wenigstens mal ausprobieren können. Es hat schon Spaß gemacht, wobei ich festgestellt habe, dass das nicht meine Sportart ist. Abends haben wir dann eine kleine Wanderung am Strand entlang gemacht, um wieder mal einen grandiosen Sonnenuntergang zu sehen.

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